Erfahren Sie mehr über das Fach Erdkunde

Fachschaft Erdkunde

Sabine
Panzer

Uwe
Kramer

Marlies
Laprell

Insa
Norda

Nicole
Tönjes

Janine
Veenhuis

Joyce
Baumgarte

Wiebke
Janssen
(Referendarin)

Das ist „Erdkunde“! Das Fach stellt sich vor!

Erdkunde oder Geographie, wie wir fachlich sagen, ist wie eine Kommode mit vielen Schubladen aufgebaut. Allgemein beschäftigt sich die Geographie mit den natürlichen und menschlichen Faktoren, die einen Einfluss auf die Gestaltung der Erde haben. Dabei spielt die Regionale Geographie  eine große Rolle, auf welchem Kontinent oder in welchem Land oder sogar Bundesland jemand lebt und forscht. 

Natürliche Faktoren gehören vor allem zur  Physischen Geographie (Formung der Erdoberfläche durch erdinnere Kräfte – Erdbeben, Vulkane, Gesteinsbildung – und erdäußere Kräfte – Flüsse, Meere, Gletscher). Aber auch die  Klimageographie (Niederschläge, Temperaturzonen, Windsysteme), die Meeresgeographie  (Meeresarten, Aussehen des Meeresbodens, Meeresströmungen, Fischschwärme), die Bodenkunde (wie entstehen Böden und wie/warum unterscheiden sie sich) und die  Vegetationsgeographie (welche Pflanzen wachsen wo auf der Erde, ohne dass Menschen sie beeinflussen) untersuchen natürliche Faktoren. 

Wie Menschen die Erde beeinflussen und gestalten , wird in den Fachbereichen Bevölkerungs- und Siedlungsgeographie (wo leben aus welchen Gründen viele oder wenige Menschen in Dörfern oder Städten),  Landwirtschaft-Industrie-Dienstleistungen (Arbeit und Verdienst der Menschen in den verschiedenen Regionen der Erde),  Verkehrsgeographie (Straßen/Autobahnen, Eisenbahnstrecken, schiffbare Flüsse und Kanäle, Schifffahrtsstrecken über die Meere),  Stadtgeographie (wie unterscheiden sich Städte aus verschiedenen Zeiträumen und in den verschiedenen Regionen der Erde) und der  Fremdenverkehrsgeographie (Tourismusorte, Anzahl und Herkunft der Touristen an einen Urlaubsort, Vorteile oder auch Nachteile des Tourismus). 

Verknüpft werden die natürlichen und menschlich bedingten Gegebenheiten in der Umweltgeographie , in der untersucht wird, wie die verschiedenen menschlichen Einflüsse den Naturraum langfristig verändern.

Was ist besonders schön an „Erdkunde“? Inhalte, Methoden

Geographie ist also ein sehr vielseitiges und spannendes Fach und es bezieht vor allem viele andere Fächer mit ein, auf natürlicher Ebene die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Geologie, Physik), aber auch die Geschichte und die Politik spielen in vielen Bereichen eine Rolle. So ergeben sich viele unterschiedliche Zusammenhänge, man bekommt einen umfassenden Überblick und entdeckt möglicherweise auch Perspektiven hinsichtlich der späteren Berufswahl. Erdkunde vermittelt Kenntnisse über die Naturräume und Kulturen anderer Länder und weckt das Interesse, diese anhand von Reisen kennenzulernen. 

 Insbesondere aktuelle Themen werden gerne im Erdkundeunterricht aufgegriffen, so die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Umwelt (z. B. ermöglicht der aktuelle brasilianische Präsident Bolsonaro das Abbrennen der Amazonas-Urwälder, die als „Lunge der Erde“ gelten), die Flüchtlingskrise (Herkunftsraum, Ursachen, Zielräume) und die Ursachen des Klimawandels. Hierbei kann auch durch neue Erkenntnisse das eigene Verhalten reflektiert und gegebenenfalls geändert werden.

Erdkunde umfasst somit viele Aspekte, die allgemeinbildend sind und im eigenen Leben wichtig sein können. 

Auch die Arbeitsweisen im Erdkundeunterricht sind vielseitig. Neben der Informationsbeschaffung aus Büchern und Zeitschriften wird viel mit dem Atlas und mit großen, zum Teil interaktiven Karten gearbeitet. Filme, Fotografien und Diagramme unterschiedlicher Art vermitteln vielseitige Fakten, vor allem zu Veränderungen über viele Jahre sowie andere Länder und Kulturen. 

Eine große Bedeutung haben auch praktische Arbeitsweisen, z.B. das Vermessen von Räumen, Aufzeichnungen des Wetters vor der eigenen Haustür, Untersuchungen verschiedener Böden hinsichtlich der Inhaltsstoffe und der Wasserspeicherfähigkeit und die Funktionsweise der Bewässerung in verschiedenen Oasentypen.

Ebenfalls werden kleinere und größere Exkursionen vorgenommen, innerhalb einer Unterrichtsstunde in der Umgebung der Schule, manchmal aber auch halb- oder ganztägig in etwas entferntere Regionen. Auch die Planung und Durchführung der Klassen- und Studienfahrten enthält viele geographische Aspekte. 

Aktivitäten

Wir beteiligen und am jährlichen Wettbewerb „Diercke-Wissen“ und an der Aktion „KlimaMobil“, bei der in bestimmten Zeiträumen einige Schülerinnen als „Klimamanagerinnen“ ausgebildet werden, die dann bei uns in der Schule ermitteln, an welchen Stellen klimabelastende Verhaltensweisen vorliegen und geändert werden können, z. B. mehr mit dem Fahrrad als mit dem Bus fahren, geschickt lüften und energiesparend heizen, Türen schließen, Lichter ausschalten und auch möglichst auf die Herkunft von regionalen Lebensmitteln achten.

Links (Bezüge zum KC und interessanten Seiten im Netz)

Wenn die beiden folgenden Links geöffnet werden, können die Kerncurricula für die Sek I und Sek II als pdf-Dokumente heruntergeladen werden.

Sek I

Sek II

Vier sehr interessante Filme (jeweils 50 Minuten) von Michael Martin über den  „Wüstenplanet Erde“ sind unter den folgenden Links frei zugänglich:

Arktis

Nordhalbkugel

Südhalbkugel

Antarktis

Der folgende Link verweist auf den  „Verband deutscher Schulgeographen e.V.“, auf dessen Seite viele weitere Information zur Geographie mit weiteren Links zu finden sind: 

Literaturtipps 

Eine sowohl inhaltlich als auch vom Bildmaterial her sehr gute Zeitschrift ist „National Geographic“ (in deutscher Sprache), die monatlich erscheint, aber auch Spezialhefte und Filme herausgibt. Hier der Link zur Seite:

Bilingualer Unterricht am Mariengymnasium

Was ist bilingualer Unterricht?

Bilingualer Unterricht ist Sachfachunterricht in einer Fremdsprache, das heißt, dass die Inhalte des Unterrichts in einer Fremdsprache vermittelt werden.

An unserer Schule bezieht sich das Angebot des bilingualen Unterrichts auf das Fach Erdkunde und wird auf Englisch mit Hilfe englischer Unterrichtsmaterialien erteilt. Nur wenn es die Situation unbedingt erforderlich macht, werden deutsche Ausführungen ergänzt. 

Es gelten die curricularen Vorgaben für das Sachfach Erdkunde – und nicht die Vorgaben für die Fremdsprache. Deshalb ist bilingualer Unterricht kein Sprachunterricht im Sinne des reinen Fremdsprachenunterrichts – auch wenn Vokabeln oder Fachbegriffe gelernt werden.

Die Sprache ist hier das Kommunikationsmedium für die Inhalte des Faches Erdkunde, die im Mittelpunkt des Unterrichts stehen. Durch original englischsprachige Materialien ergeben sich zusätzlich viele Chancen, Perspektivwechsel vorzunehmen und interkulturelles Lernen zu ermöglichen.

Warum bietet das Mariengymnasium den bilingualen Erdkundeunterricht an?

Unsere Schule will motivierte und begabte SchülerInnen auf zukünftige Anforderungen in besonderer Weise vorbereiten. 

Angesichts der weltweiten Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft wird Fremdsprachenkompetenz immer mehr zu einer sogenannten Schlüsselqualifikation. Sprachkenntnisse und das Wissen um interkulturelle Besonderheiten gehören in einer globalisierten Welt zu den Kernkompetenzen. 

Dem will das bilinguale Angebot unserer Schule Rechnung tragen.

Wie ist der bilinguale Unterricht organisiert?

Der bilinguale Unterricht ist ein freiwilliges Angebot.

Ab Klasse 7 ist der bilinguale Unterricht, wie auch der muttersprachlich erteilte Erdkundeunterricht, durchgehend zweistündig. In Klasse 8 wird epochal unterrichtet, d.h. entweder nur im ersten oder nur im zweiten Schulhalbjahr. Erdkunde (bilingual sowie muttersprachlich) wird in Form eines sogenannten „Bandes“ erteilt, d. h. die bilingualen Schülerinnen kommen in den Erdkundestunden als Gruppe zusammen, haben ihren sonstigen Unterricht aber im Klassenverband. 

Da die Fachsprache Erdkunde viele Bezüge zur „normalen“ Sprache aufweist, wird den Schülerinnen ein leichter Einstieg in die Fachtermini der englischen Sprache geboten. Zudem ist es im Fach Erdkunde möglich, mit vielen anschaulichen Materialien wie Karten, Tabellen und Diagrammen zu arbeiten. 

Das Lehrwerk „Diercke Geography for bilingual classes“ Volume 1 von Westermann ( LINK) wird jahrgangsübergreifend für Klasse 7 und 8 verwendet.

Honoriert wird die erfolgreiche Teilnahme am bilingualen Unterricht auf jedem Zeugnis mit einer entsprechenden Bemerkung. 

Teilnahmevoraussetzungen

Der bilinguale Unterricht richtet sich an sprachbegabte Schülerinnen. Wer Spaß daran hat, eine Fremdsprache wie Englisch zu erlernen, hat sehr gute Voraussetzungen für die Teilnahme und kann sich in der 6. Klasse dafür bewerben. 

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich SchülerInnen mit einer Note von einem mindestens sicheren befriedigend in Englisch und den Sachfächern in diesem Unterricht gut zurechtfinden und sich entsprechend aufgehoben fühlen. 

In einem Elternbrief werden im 2. Halbjahr des Jahrgangs 6 Informationen zu einem selbst anzuschaffenden Lehrwerk und der Anmeldebogen verschickt.