Der Dechemax-Wettbewerb

DECHEMAX – Aller guten Dinge sind Drei

Vier Schülerinnen – Lara Bloem, Anna-Lena Gerdes, Fenja Hanneken und Lea Hermsen – entdeckten 2014-15 in der 7. Klasse ihr Interesse an chemischen Fragen und Experimenten und schnupperten erstmals in den bundesweiten Schülerwettbewerb DECHEMAX, der für die Klassen 7 – 11 ausgeschrieben wird. Er besteht aus einer Runde über acht Wochen im Herbst, in der Fragen  zu einem Thema beantwortet werden müssen (nach Jahrgängen gestaffelt), sowie einer Experimentalrunde im Frühjahr des Folgejahres, zu der ein Protokoll erstellt werden muss. Die Mädchen erhielten Urkunden für ihre guten Leistungen. Der Wettbewerb lobt aber auch Buch- und Zeitschriftenpreise, Geldpreise und Besuche bei großen Kongressen und Ausstellungen aus. Damit war ihr Ehrgeiz geweckt und unter der Betreuung ihrer Fachlehrerin Sabine Panzer war die erneute Teilnahme beschlossene Sache. 

2015-16 lautete das Thema „Immer im Kreis – nachhaltige Wirtschaft“. In der 1. Runde mussten Fragen zum Thema Nachhaltigkeit beantwortet werden. In der 2. Runde wurden Folien aus Stärke und Schäume aus Zucker hergestellt. Dazu wurde ein Versuchsprotokoll erstellt, mit Fotos belegt und mit Theorie zum Thema konventionelle und nachhaltige Kunststoffe ergänzt. Das fertige Protokoll konnte sich sehen lassen. Nach dem Einschicken bei der DECHEMA begann das Warten auf die Freischaltung der Ergebnisse – im Mai dann ein Jubelschrei vor dem Lehrerzimmer: Gewonnen – wir sind Sieger der 8. Klassen! Zur Belohnung gab es eine dreitägige Einladung nach Aachen im September 2016 zur Jahrestagung der DECHEMA auf dem Kongress der Biotechnologie und Verfahrenstechnik, wo ein Geldpreis sowie Urkunden überreicht wurden und es ein spannendes Begleitprogramm mit der zum Kongress gehörenden Ausstellung, einem Autorennen mit selbstgebauten Kleinstautos aus Alltagsgegenständen und nachhaltigem Brennstoffzellenantrieb sowie der Besichtigung der Rhein-Braun-Tagebaue gab.

Damit war klar, dass 2016-17 in der 9. Klasse weitergemacht wurde. Thema diesmal war „Das Meer – Mit DECHEMAX auf Tauchstation“. In der 1. Runde bezogen sich die Fragen auf das Meer als Nahrungs- und Energiequelle und als CO2-Senke. In den Experimenten der 2. Runde wurden verschiedene Eigenschaften des Wassers sowie die Korrosion verschiedener Metalle und der Korrosionsschutz untersucht. Hier konnte der Heimvorteil ‚Meyer-Werft‘ genutzt werden. Das geforderte Versuchsprotokoll mit Fotos und Theorieteil wurde mit einem Exkurs zum Korrosionsschutz bei Schiffen ergänzt. Das brachte den erneuten Erfolg: Sieger der 9. Klassen! Diesmal ging es Ende Mai drei Tage zum DECHEMA-Tag nach Frankfurt, wo es wieder einen Geldpreis und Urkunden gab. Das Begleitprogramm beinhaltete eine Ausstellung zur Herstellung alltäglicher Produkte, z.B. künstliche Duft- und Aromastoffe für Parfüms und Lebensmittel, eine Ausstellung zum Wandel der Stellung der Frauen in der Arbeitswelt seit 1870 und den Besuch der Experimenta, eines Science Centers.