Capoeira

Capoeira – einen Einblick in eine brasilianische Kampfkunst

In der Woche vor den Osterferien konnten zwei Klassen unserer Schule eine Einführung in die brasilianische Kampfkunst bzw. Tanzkunst Capoeira erfahren. Capoeira wurde während der Kolonialzeit von afrikanischen Sklaven getanzt und allmählich weiterentwickelt.

Der Brasilianer Pablo Vinicius Leonel war bei uns am Mariengymnasium zu Gast. Sein Vater leitet in seiner Heimat eine Capoeira-Schule, in der viele brasilianische Kinder und Jugendliche nicht nur Capoeira lernen, sondern auch sozialen Halt bekommen und Alternativen zu dem harten, zum Teil kriminellen Leben auf den Straßen Brasiliens kennenlernen.

Unsere Schülerinnen lernten in den Schulstunden den Grundschritt „Ginga“ kennen und übten diesen paarweise zu typischen Klatschrhythmen. Pablo zeigte auch zwei wichtige Instrumente in der Capoeira. Zum einen  das „Berimbao“ - ein Musikbogen, welcher aus einem Holzstab, einer Metallsaite und einem Klangkörper besteht. In der Hand hält der Musiker zusätzlich eine Holzrassel, ein Schlagstöcken und eine Münze bzw. einen Stein.

Als weiteres Instrument hatte Pablo ein „Pandeiro“ - ein Schellentamburin dabei, womit er den Klatschrhythmus zur Bewegung unterstützte. Auch die Gesangeskünste wurden von den Schülerinnen gefordert, da sie typische Kurzgesänge des Capoeira-Tanzes erlernten. (Dies war melodisch jedoch für uns nicht so ganz einfach, sodass Pablo nur mäßig zufrieden mit uns war. ;-)).

Bei der Capoeira stehen die Beteiligten gemeinsam mit den Musikern traditionell in einer „Roda“ (portugiesisch: Kreis). Immer zwei Kämpfer gehen in die Mitte und bewegen sich zum Rhythmus und zum Gesang der Musiker und der Umstehenden in einer Art Spiel.

Die Bewegungen sind geprägt von Akrobatik, Kampfsport, Rhythmik, Reaktionsfähigkeit, Improvisation und Kreativität.

Spielerisch ließ Pablo die Mädchen einzelne Elemente ausprobieren. Seine motivierende und mitreißende Persönlichkeit machten die Stunden zu sehr lebendigen Einheiten, bei denen viele Mädchen Einblicke in bisher unbekannte Bewegungsmuster bekamen. Es war sehr interessant und wir hatten alle sehr viel Spaß! Vielen Dank an João Grilo - dies ist Pablos Capoeira-Name.

WIK